Der Träger

Die Rudolf-Ballin-Stiftung e. V. ist ein freier Träger der Kinder-und Jugendhilfe. Zu den wesentlichen Kernangeboten der Stiftung gehören die Kindertagesbetreuung und die „Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen“ (GBS). Im Projekt GBS plant und realisiert die Rudolf-Ballin-Stiftung in enger Zusammenarbeit mit der Schule ein ganztägiges Bildungssystem von 8.00-16.00 Uhr. Ergänzend wird eine Betreuung von 6.00 bis 8.00 Uhr und von 16.00 bis 18.00 Uhr angeboten sowie eine verlässliche Betreuung von 6.00 bis 18.00 Uhr in den Ferienzeiten.

Zwischen den Bildungsinstitutionen und den dort tätigen Berufsgruppen entsteht eine neue gemeinsame Verantwortung für die Förderung der Kinder. Zusätzliche Förder-, Neigungs- und Freizeitangebote erweitern das Bildungs- und Betreuungsangebot. Dafür werden außerschulische Kooperationspartner aus dem Sozialraum einbezogen.

Die GBS bietet eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine Verbesserung der Bildungsbeteiligung und einen Ausgleich der sozialen Benachteiligung. Kinder werden individuell gefördert und in ihrer ganzheitlichen Entwicklung unterstützt.

Eine vertrauensvolle und verlässliche Beziehung zu den Betreuungspersonen, die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Kinder- und Jugendhilfeträger sowie die Vernetzung mit Vereinen, Institutionen und dem Ehrenamt im Stadtteil fördert die ganzheitliche Entwicklung der Kinder.

Die GBS-Windmühlenweg

Die Grundschule Windmühlenweg hat mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 die GBS eingeführt.

Aktuell werden am Nachmittag ca. 400 Kinder im Alter von 5-10 Jahren betreut und begleitet. Das pädagogische Team setzt sich aus 21 pädagogischen Fachkräften (Erzieherinnen) und 15 pädagogischen Zusatzkräften (Hausaufgabenhilfen) zusammen. Für die Organisation sowie die konzeptionelle und pädagogische Arbeit und Weiterentwicklung der GBS Windmühlenweg sind eine Koordinatorin und ihre Stellvertretung zuständig.

Im Rahmen der GBS findet eine multifunktionale Nutzung der Schule statt, d. h. für den Ganztagesbetrieb stehen neben den Klassenräumen auch die Fachräume, die Bewegungsräume und die Gemeinschaftsflächen der Schule zur Verfügung.

Die Teilnahme am Ganztagesangebot (ab 13.00 Uhr) ist freiwillig. Familien, die dieses Angebot wahrnehmen möchten, müssen ihr Kind an mindestens 3 Schultagen /Woche von 13.00 bis 15.00 anmelden.

Kontakt

Leitende Koordinatorin GBS:
Hanna Stawicka
Mail: gbs-windmuehlenweg@rudolf-ballin-stiftung.de

Sprechzeiten:
Das GBS Büro ist ab 7.30 Uhr-16.00 Uhr geöffnet-
Termine können gern telefonisch vereinbart werden.

Tel.: 040-36111300
Fax: 040-36111301

Anmeldung

Die Anmeldung für die Teilnahme an der GBS Windmühlenweg erfolgt über das Schulsekretariat.
Dort erhalten Eltern den Betreuungsvertrag, den sie mit der Rudolf-Ballin-Stiftung abschließen.
Dieser Vertrag ist im Büro der GBS-Koordinatorin abzugeben.

Änderung von Betreuungstagen oder –zeiten während des Schuljahres können ebenfalls direkt über das GBS-Büro erfolgen, sofern sie die kostenfreie Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr betreffen.
Änderungen, die die kostenpflichtigen Zeiten betreffen (6.00 bis 8.00 Uhr bzw. 16.00 bis 18.00 Uhr oder die Ferienzeiten) müssen im Sekretariat der Schule Windmühlenweg vorgenommen werden.
Die GBS-Koordinatorin wird durch das Sekretariat über diese Änderungen informiert.
Für Informationen steht das GBS-Büro gerne zur Verfügung.

Die Anmeldung für den Caterer erfolgt ausschließlich über das Schulsekretariat.

Kündigung

Für die Nachbuchung oder Abbestellung im laufenden Schuljahr gelten die Fristen des Landesrahmenvertrages, d. h. Änderungen der Buchung zum Ende eines Kalenderquartals treten zum übernächsten Quartal in Kraft.

Kosten

Für die Betreuungszeit von Kindern der Klasse 1 bis 4 werden für die Zeit von 8 bis 16 Uhr keine Elternbeiträge erhoben. Für die Rand- und Ferienzeiten sowie für das Mittagessen werden sozial gestaffelte Beiträge erhoben. Die monatlichen Gebühren für Vorschüler sind neben einem Grundbetrag von derzeit 5 EUR ebenfalls einkommensabhängig.

Weitere Informationen über das Gebührensystem der Ganztagbetreuung erhalten Eltern über das Schulsekretariat.

Die Gruppen

In der GBS Windmühlenweg werden z. Zt. 18 Gruppen betreut, die unterschiedliche Betreuungstage und -zeiten gewählt haben. Jede Gruppe wird von einer pädagogischen Fachkraft und einer Zusatzkraft betreut. Alle pädagogischen Fachkräfte verfügen über ein Handy, über das sie während der Betreuungszeit erreichbar sind. Die Handynummern werden den Eltern nach Anmeldung bekannt gegeben.

Pädagogische Zusatzkräfte sind für die Hausaufgabenbetreuung zuständig und unterstützen die Fachkraft in der Gruppe. Sie stehen in engem Kontakt mit den Eltern, Lehrkräften und den pädagogischen Fachkräften, um jedes Kind individuell begleiten zu können. Durch den Schulplaner und das Übergabebuch wird der Informationsaustausch aller am Bildungsprozess Beteiligten ebenfalls unterstützt.

Alle pädagogischen Kräfte nehmen regelmäßig an Fortbildungen und Hospitationen der Rudolf-Ballin-Stiftung teil. Seit 2014 nimmt die GBS-Windmühlenweg auch am Programm „Haus der Kleinen Forscher“ teil. Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstützt pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, den Forschergeist von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter qualifiziert zu begleiten. So können die Kinder ihre ersten Lernerfahrungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik im Anschluss an ihre Kitazeit vertiefen. Die GBS und Grundschule sind im Sommer 2015 im Projekt "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert worden. Angebote im Bereich naturwissenschaftliches Experimentieren werden regelmäßig am Nachmittag von 2 pädagogischen Fachkräften angeboten.

Ab dem Schuljahr 2015/16 gibt es eine feste Gruppe (18.Gruppe) aus 2.,3. und 4.Klässlern, die ein Jahr lang nach dem Mittagessen den Bauspielplatz (Elbe-Aktiv-Spielplatz) besuchen, wo sie ebenfalls von einer pädagogischen Fachkraft und einer pädagogischen Zusatzkraft betreut werden. Ein Kursangebot kann in dieser Zeit trotzdem wahrgenommen werden. Der Elbe-Aktiv-Spielplatz ist ein Bauspielplatz mit einem großen Außengelände und bietet eine Form der Erlebnispädagogik an, die Kinder in besonderer Weise im kreativen Erfahren und Erleben fördert.

Raumkonzept

Grundsätzlich stehen alle Klassen – und Fachräume der Schule für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung. d. h. Klassenzimmer sowie Sport- und Pausenflächen werden zu Lern- und Lebensräumen. Fachräume werden entsprechend ihrer Ausstattung auch am Nachmittag genutzt. Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 wurde begonnen, auf Grundlage der Bedürfnisse der Kinder nach Bildung, Spiel, Ruhe, Bewegung und Rückzug ein Raumkonzept entwickelt, in dem Schule und Kooperationspartner gemeinsam geplant haben, mit welchem Mobiliar und mit welchen gestalterischen Maßnahmen den Anforderungen einer ganztägigen Betreuung Rechnung getragen werden kann. Zurzeit gibt es sowohl im ersten als auch im zweiten Obergeschoss des Kreuzbaus jeweils einen extra Hausaufgabenraum, in denen bei absoluter Ruhe gearbeitet werden kann. Ebenso steht im Pavillon ein Klassenraum dafür zur Verfügung.
Das Mittagessen findet seit Februar 2016 in der neuen Mensa statt.

Entwicklungsdokumentation - Kinderinterviews

Wie auch am Vormittag möchten die pädagogischen Kräfte die Kinder in ihrer Entwicklung fördern und begleiten. Am Vormittag werden Eltern dafür zu den sogenannten „Lernentwicklungsgesprächen“ eingeladen.

Innerhalb der GBS wurden für den Nachmittag altersspezifische Kinderinterviews entwickelt, die mit jedem Kind durchgeführt werden. Eltern haben im Verlauf des 2. Schulhalbjahres die Gelegenheit, im Gespräch mit den Erzieherinnen das Interviewergebnis kennen zu lernen.

GBS-Förderverein

Der Schulverein der Grundschule Windmühlenweg kann laut seiner Satzung auch die GBS fördern. Somit ist die „Ganztägige Bildung und Betreuung“ ein Teil des Schulfördervereins und kann mit zweckgebundenen Spenden unterstützt werden. Informationen zur finanziellen Unterstützung sind über die Verantwortlichen des Schulvereins oder im GBS-Büro erhältlich.

Catering

Die Anmeldung für das Mittagessen erfolgt über das Schulsekretariat. Die Schule hat die Wahl des Caterers getroffen und steht im permanenten Austausch mit diesem. Die Auswahl des Essens trifft der Caterer. Eventuelle Allergikeressen werden nach vorheriger Absprache zur Verfügung gestellt. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sowie Diabeteserkrankungen müssen im GBS-Büro gemeldet werden. Der Caterer sorgt für ausreichend Obst- und Gemüse als Zwischenmahlzeit am Nachmittag. Das pädagogische Personal betreut die Kinder während der Mittagszeit und sorgt für eine angenehme Atmosphäre sowie die Einhaltung von gemeinsam entwickelten Regeln beim Essen.

In den Ferien wird ebenso eine warme Mahlzeit angeliefert. Bei Ausflügen können Lunchpakte bestellt werden.

Regeln

In Anlehnung an die bereits vorliegende Hausordnung der Schule wurden für den Nachmittagsbetrieb Regeln erarbeitet, die den allgemeinen GBS-Betrieb als auch die Essens- und Hausaufgabenzeit betreffen. Diese Regeln liegen den einzelnen GBS-Gruppen vor, werden dort gemeinsam besprochen und den Eltern nach Anmeldung mit der Bitte zugeschickt, sie ggf. noch einmal gemeinsam mit ihren Kindern durchzugehen.

Leitidee

Sowohl im Schulprogramm der Schule Windmühlenweg als auch in der Arbeit des freien Kinder- und Jugendhilfeträgers am Nachmittag ist die „Erziehung zur Selbständigkeit und Toleranz“ als pädagogische Leitidee festgeschrieben. Lehrer und Erzieher haben die Aufgabe, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Kinder angstfrei leben und lernen können. Sie sollen lernen, die Rechte anderer zu achten und vertrauensvoll mit ihrer wachsenden Selbständigkeit umzugehen.

Kooperation

Der ganzheitliche Bildungsauftrag setzt die Kooperation aller am Bildungsprozess Beteiligten voraus. Gemeinsam wird ein Bildungsangebot entwickelt, in dem Unterricht, Förderung und Freizeit gleichermaßen berücksichtigt werden. Ein permanenter Austausch zwischen Eltern und Pädagogen ist Basis einer vertrauensvollen Entwicklung des Kindes. Entsprechend der Klassenelternabende finden auch innerhalb der GBS 1x/Schuljahr Gruppenelternabende statt, auf denen Elternvertreter gewählt werden. Pädagogische Kräfte des Vor- und Nachmittags sind kontinuierlich in Form von Gesprächen oder dem Schulplaner im konstruktiven Austausch über pädagogische und organisatorische Fragen. Schulleitung und GBS-Koordinatorin tauschen sich in regelmäßigen Treffen über die Inhalte des ganzheitlichen Bildungsauftrages aus. Zusätzlich finden halbjährlich „Runde Tische“ mit den Kooperationspartnern des Sozialraums statt, um das Nachmittagsangebot der GBS reflektieren und weiterentwickeln zu können.

Partizipation

Ein elementarer Bestandteil des GBS-Konzeptes der Rudolf-Ballin-Stiftung ist die Mitbestimmung von Kindern und Eltern in der Prozessentwicklung.

Bereits vor Beginn des Ganztagesschulbetriebes im August 2013 haben sich an der Schule Windmühlenweg eine Lenkungsgruppe sowie verschiedene Arbeitsgruppen von Eltern gebildet, die den Prozess mit ihren Kompetenzen und ihrem Engagement begleiten möchten.
Seit dem 2.Schulhalbjahr 2013/14 gibt es ebenso in jeder GBS-Gruppe Elternvertreter mit ihren Stellvertretungen, die auch auf Bezirks- und Landesebene mit ihrer Vertretung (BEA-Vertretung) Einfluss auf die Entwicklung der GBS nehmen können.

Auf Seiten der Kinder wurden bereits im 1. Schulhalbjahr sogenannte Kindervertreter in den einzelnen Gruppen gewählt, die die Interessen, Wünsche und Belange der Kinder ihrer Gruppe in regelmäßigem Austausch mit den pädagogischen Kräften der Rudolf-Ballin-Stiftung weitergeben und damit den Nachmittag mitgestalten können.

Nachmittagsangebote

Die Nachmittagsangebote setzen sich sowohl aus verschiedenen Beiträgen der pädagogischen Fachkräfte oder Zusatzkräfte als auch außerschulischer Kooperationspartner des Stadtteils zusammen. Die Teilnehme ist prinzipiell freiwillig und wird zu jedem Schulhalbjahresbeginn neu abgefragt. Eine Anmeldung ist dann verbindlich. Kurse, die eine Kostenbeteiligung der Eltern voraussetzen, werden vertraglich direkt über den jeweiligen Anbieter abgerechnet. Es ist möglich, für eine Teilnahme am Nachmittagsprogramm die finanzielle Unterstützung über das Bildungs- und Teilhabepaket der Stadt Hamburg einzusetzen (Informationen im GBS-Büro oder unter www.hamburg.de/bildungspaket).

Kursangebote außerhalb des Schulgeländes (z. Zt. Kinderchor) müssen von den Kindern selbständig aufgesucht werden.



Ferienbetreuung

In den Ferien kann eine Betreuung von 6 bis 18 Uhr angeboten werden. Die Bedarfsabfrage laut Betreuungsvertrag erfolgt frühzeitig auf schriftlichem Wege. Dabei muss die Anmeldefrist unbedingt eingehalten werden. Nach Kenntnis der genauen Anmeldezahlen wird das Programm festgelegt und an die Eltern weitergegeben. Innerhalb des Ferienprogramm wird versucht, sowohl Aktivitäten außerhalb des Schulgeländes als auch in den Räumlichkeiten der Schule anzubieten. Der Elbe-Aktiv-Spielplatz ist ebenso ein möglicher Bestandteil des Ferienprogramms. Es wird versucht, alle Angebote kostenfrei zu gestalten. Für die Teilnahme an evtl. kostenpflichtigen Programmpunkten muss ein geringer Elternbeitrag erhoben werden. Bei Bedarf kann auch die Unterstützung des Bildungs- und Teilhabepaketes eingesetzt werden (Infos im GBS-Büro oder unter www.hamburg.de/bildungspaket).